Konzentration Der Kleine Verlag - Ihr Fachverlag für pÄdagogische Spiele und Lernhilfen mit allen
Sinnen für alle Lerntypen: taktil-kinÄsthetische Materialien, Raum-Lage-Wahrnehmung, Raumwahrnehmung,
SerialitÄt, auditive und visuelle Wahrnehmung, Legasthenie, LeseschwÄche, Dyskalkulie,
RechenschwÄche, SprachfÖrderung, Grafomotorik, Graphomotorik, Konzentration, Elternratgeber
 
  Rechnen
 
Lesen &
Schreiben
 
 
 

Spiel- &
Lehrmaterialien

 
 

Literatur

 
 
Home
 

Rechnen

Übung allein macht noch lange keinen Meister

Von Ute Krebs

Kein Kind ist perfekt. Zum Glück. Immer wieder beobachten Eltern, dass ihre Kinder in bestimmten Bereichen Defizite haben: Ob bei den täglichen Hausaufgaben oder wenn die Familie ein Gesellschaftsspiel spielt, ob beim Lesen lernen oder beim Erkennen und Benennen von Mengen, beim Addieren oder Subtrahieren von Zahlen.

Mütter und Väter, die Wissens- oder Verständnislücken feststellen, nehmen sich meisten vor: Wir müssen mehr üben. Sie vermuten, dass es an mangelndem Training liegt, wenn es hier und da hapert.

Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht immer angebracht. Zugegeben, es gibt Lembereiche, in denen gar nicht genug geübt werden kann - das Einmaleins beispielsweise. Generell jedoch macht üben nur dann Sinn, wenn das Kind das Lernproblem bereits erfasst hat. Am Beispiel des kleinen Einmaleins bedeutet das: Es muss zunächst einmal den Sinn dieser Rechenart verstanden haben (Vereinfachung der Addition bei gleichen Zahlen>, dann folgt der Aufbau der Einmaleinsreihen und erst dann die Phase, in der die Aufgaben immer wieder gerechnet werden sollten. Die Übungsphase sollte also immer erst dann einsetzen, wenn alle Fragen und möglichen Probleme zum jeweiligen Thema geklärt sind.

Viele Kinder täuschen durch auswendig gelernte Übungen über erstaunlich lange Zeit Eltern und Lehrern ein Wissen vor, das noch gar nicht abgesichert ist. So speichern sie Lesetexte im Gedächtnis, um nicht zugeben zu müssen: Das kann ich nicht lesen. Wer eine Zeitlang immer wieder mit derartigen Tricks durchkommt, verliert irgendwann völlig den Anschluss: Wenn etwas, was Grundlage für den nächsten Lernstoff ist, bereits nicht verstanden wurde, kann das darauf Aufbauende erst recht nicht mehr nachvollzogen werden. Außerdem bedeutet das ständige Frustration, weil Schule und Elternhaus Leistungen fordern, die das Kind nicht erbringen kann.

Deshalb mein Rat: Beobachten Sie Ihr Kind genau, bevor Sie in bester Absicht durch Übungen nachhelfen wollen. Teilen Sie Ihre Beobachtungen der Lehrerin mit. Fragen Sie nach, ob Ihr Kind auch in der Schule in ähnlichen Situationen Schwierigkeiten hat. Bedenken Sie: In Schulklassen sitzen häufig bis zu 28 Kinder. Nicht immer kann die Lehrerin jedes einzelne Kind lange genug beobachten, um Unsicherheiten oder Verständnislücken rechtzeitig festzustellen.

Sollten Sie also bemerken, dass Ihr Kind immer wieder an mathematischen Problemen oder Stolpersteinen in der Rechtschreibung scheitert, so gehen der Sache auf den Grund. Sie können Ihrem Kind nur wirksam helfen, wenn Sie nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun.
© Der Kleine Verlag

Zeit erfahren, strukturieren und messenBuch-Tipp: Zeit erfahren, strukturieren und messen
Dieser erste Band der neuen Reihe "Wie Kinder messen lernen" bietet neben einer Fülle praktischer Beispiele aus der Lebenswelt des Kindes zum aktiven Erfahren von Zeitabläufen, wichtige Hintergrundinformationen sowie Tipps und Tricks zum persönlichen Umgang mit Zeit. Einzelheiten...

Spiel- & Lehrmaterialien zum Rechnen...
Literatur zum Thema...

Zurück zur Übersicht

 
Impressum
Haftung
Sitemap
Home
 
Lernen mit allen Sinnen
Zum Verlagsangebot
 
 

© Der kleine Verlag 2005